Gefoerdert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie.

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Demografischer Wandel in der Pflegebranche

Demografischer Wandel in der Pflegebranche pixabay

Brandenburger Fachkräftestudie Pflege

"Ausgangspunkt der Untersuchung ist eine Projektion des Pflege- und Fachkräftebedarfs in Brandenburg bis zum Jahr 2030. Unter Status-Quo-Bedingungen würde die Zahl der Pflegebedürftigen von aktuell knapp 96.000 (Stand Dezember 2011) auf etwa 162.000 im Jahr 2030 steigen. Unter der Annahme stabiler Versorgungsstrukturen würden hiervon gut 63.000 Personen Pflegegeld beziehen, etwa 51.000 Pflegebedürftige würden die Leistungen ambulanter Dienste in Anspruch nehmen und fast 48.000 Menschen wären in stationären Einrichtungen untergebracht. Sollten auch die Versorgungsstrukturen stabil bleiben (Anzahl der in der Pflege Beschäftigten je Pflegebedürftigen) würde der Aufwuchs der Zahl an Pflegebedürftigen zu einem relevant steigenden Personalbedarf der Einrichtungen und  Dienste führen. Der Personalbedarf der ambulanten Dienste würde von etwa 12.500 Personen im Jahr 2011 auf fast 21.000 Personen in 2030 steigen. Der Fachkräftebedarf in der stationären Versorgung würde in Brandenburg von gut 16.400 Beschäftigten im Jahr 2011 auf über 33.000 Beschäftigte in 2030 steigen."

Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie

 

Demografie - eine Ursache für den Fachkräftemangel in Krankenhäusern

"Die deutsche Bevölkerung wird immer älter: Bis 2030 soll sich der Anteil der über 80-Jährigen voraussichtlich verdoppeln. Denn die durchschnittliche Lebenserwartung wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Für das deutsche Gesundheitssystem stellt das eine deutliche Herausforderung dar. Denn schon jetzt leiden fast 80 Prozent der deutschen Krankenhäuser darunter, nicht genügend gut qualifizierte Fachkräfte im medizinischen Bereich zu finden. Tendenz steigend. So erwarten die Roland Berger-Experten in ihrer Studie über "Fachkräftemangel im Gesundheitswesen", dass der Fachkräftemangel bis 2015 auf ca. 15 Prozent steigen wird. Dies entspricht rund 175.000 Stellen im medizinischen und Pflegebereich, die unbesetzt bleiben könnten. "Kliniken und Krankenhäuser sollten sich auf diesen Trend schnell einstellen – sowohl mit dem passenden Leistungsangebot als auch mit entsprechenden Personalstrukturen, die die Ärzte administrativ entlasten", rät daher Zun-Gon Kim, Partner von Roland Berger Strategy Consultants."

Quelle: Fachkräftemangel im Gesundheitswesen (German only)

berger

"Das eigene Alter oder die Aussicht auf eine längere Lebensarbeitszeit spielen für die Pflegekräfte eine Rolle. Die Zukunft der Pflege liegt zunehmend in den Händen von älterem Pflegepersonal. Zusätzlich erschwert auf Seiten der Patienten [und Patientinnen] zunehmende Hochaltrigkeit, Demenz und Multimorbität die Pflegesituation. [...] Pflegekräfte sind großen psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt. [...] Viele Altenpflegekräfte sowie Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger beenden ihre Berufskarriere vorzeitig, weil sie mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden sind. Solche Probleme werden zwar innerhalb der Teams wahrgenommen, doch es bleibt kaum Zeit, angemessen zu reagieren."

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (Hrsg.) (2009). Älter werden im Pflegeberuf, Hamburg, S. 6-7

Mehr Informationen zum Thema "Demografischer Wandel und Pflege" finden Sie bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)und im Themen-Dossier des Wissenschaftsjahres 2013.