Gefoerdert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie.

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Demografischer Wandel im Land Brandenburg

Im Land Brandenburg muss in 17 Jahren - rein rechnerisch - jede/r Erwerbsfähige sich selbst und etwa eine weitere Person im Kindes- oder Seniorenalter versorgen. Das liegt am Rückgang des Steueraufkommens (um über ein Drittel) und den gleichzeitigen Anstieg des infrastrukturellen Aufwands pro Kopf - bedingt durch den demografischen Wandel.*

Vielfältige Wanderungsströme

Zuwanderung

  • aus dem Ausland (größtenteils Asylbewerber/innen und Aussiedler/innen)
  • aus Berlin, vorzugsweise in Umlandgemeinden der Landkreise Oberhavel, Potsdam-Mittelmark, Barnim, Havelland und Märkisch-Oderland

Abwanderung

  • in die alten Bundesländer - auch wenn wieder stark rückläufig
  • in die neuen Bundesländer, vorrangig in die benachbarten Kreise in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern
  • in die Landeshauptstädte bzw. große Städte mit besonderer wirtschaftlicher Bedeutung

Wanderungssalden

Entwicklungstendenzen bei Bevölkerungszahlen bis 2030 in Städten, Kreisen und Regionen

Bevölkerungsabnahme

  • minus 1 Prozent in der Region Havelland-Fläming
  • minus 15 Prozent in der Region Lausitz-Spreewald
  • minus 12 und 13 Prozent in den Regionen Prignitz-Oberhavel, Oderland-Spree und Uckermark-Barnim
  • minus 8 und 11 Prozent in den Städten Brandenburg an der Havel, Cottbus und Frankfurt (Oder)
  • minus 24 Prozent in den nicht an Berlin angrenzenden Landkreisen und kreisfreien Städten

Bevölkerungszunahme

  • plus 19 Prozent in der Stadt Potsdam, als unmittelbar an Berlin angrenzende Landeshauptstadt, Standort der größten Universität, zahlreicher Forschungseinrichtungen und bedeutender Arbeitgeber sowie attraktiver Wohnstandort
  • marginal im Kreis Teltow-Fläming und im Landkreis Havelland, durch Wanderungsgewinne - ein Ausgleich für den fertilitäts- und altersstrukturell bedingten natürlichen Einwohnerverlust

Bevölkerungsentwicklung

Veränderung der Altersstruktur bis 2030 - Brandenburg in 17 Jahren

Durchschnittsalter 2030

- Männer: 51,5 Jahre
- Frauen: 54,0

weniger junge Menschen

- minus 16 Prozent der Kinder bis unter 15 Jahren
- minus 34 Prozent der jungen Erwachsenen (19 bis unter 26 Jahre)

mehr ältere Menschen

- plus 50 Prozent mehr Menschen, die 65 Jahre und älter sind
- die Hälfte aller Senior/innen hat das 75. Lebensjahr erreicht oder überschritten

weniger Menschen im erwerbsfähigen Alter

- minus 28 Prozent im Alter 15 bis unter 65 Jahre
- minus 36 Prozent der jüngeren Jahrgänge (15- bis unter 45-jährigen)
- minus 19 Prozent der älteren Jahrgänge (45 bis unter 65 Jahre)

 Alterspyramide

*Alle Angaben und Darstellungen stammen vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg und sind nachzulesen in der Bevölkerungsprognose für das Land Brandenburg A I 8 – 11 2011 bis 2030.

Fachkräftebedarf im Land Brandenburg

Der Wettbewerb um gutes Personal wird immer stärker, vor allen bei Kleinst- und Großbetrieben. Im Land Land Brandenburg gibt es aktuell einen Bedarf an ca. 54.000 Fachkräften.*

Offene Stellen

  • 29.000 Fachkräfte fehlen in der Region Brandenburg Süd-West.
  • 25.000 Fachkräfte fehlen in der Region Nord-Ost.

Im Land Brandenburg konnten demnach 37 Prozent der Betriebe im ersten Halbjahr 2012 entweder alle oder einen Teil der Fachkräftestellen nicht besetzen.

Unbesetzte Stellen

Während die Nachfrage nach Fachkräften steigt, bleibt der Anteil der unbesetzten Stellen in Brandenburg bei einem Höchstwert im Ost-West-Vergleich.

  • 13 Prozent der Betriebe konnten in der Region Brandenburg Süd-West freie Stellen nicht besetzen.
  • 10 Prozent der Betriebe konnten in der Region Brandenburg Nord-Ost freie Stellen nicht besetzen.

Bedarf nach Branchen

Überdurchschnittliche Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung haben Betriebe der übrigen Dienstleistungen (z.B. Handel, Verkehr und Gastgewerbe, Information und Kommunikation, Finanz- und Versicherungsdienstleister, Grundstücks- und Wohnungswesen, Öffentliche und sonstige private Dienstleister) und das Baugewerbe.

Nichtbesetzungsquote

Bedarf nach Unternehmensgröße

Immer mehr Kleinstbetriebe mit weniger als 9 Beschäftigten haben Schwierigkeiten bei der Gewinnung von Fachkräften. 43 Prozent der nicht besetzen Stellen fallen in diese Größenordnung. Aber auch Großbetriebe werden mit zunehmend hohen Besetzungsproblemen konfrontiert.

Nichtbesetzung nach Betriebsgröße

*Alle Angaben und Darstellungen stammen aus dem Forschungsbericht "Entwicklung von Betrieben und Beschäftigung in Brandenburg" des MASF, der im Juni 2013 erschienen ist. 

Demografischer Wandel in der Pflegebranche

Brandenburger Fachkräftestudie Pflege

"Ausgangspunkt der Untersuchung ist eine Projektion des Pflege- und Fachkräftebedarfs in Brandenburg bis zum Jahr 2030. Unter Status-Quo-Bedingungen würde die Zahl der Pflegebedürftigen von aktuell knapp 96.000 (Stand Dezember 2011) auf etwa 162.000 im Jahr 2030 steigen. Unter der Annahme stabiler Versorgungsstrukturen würden hiervon gut 63.000 Personen Pflegegeld beziehen, etwa 51.000 Pflegebedürftige würden die Leistungen ambulanter Dienste in Anspruch nehmen und fast 48.000 Menschen wären in stationären Einrichtungen untergebracht. Sollten auch die Versorgungsstrukturen stabil bleiben (Anzahl der in der Pflege Beschäftigten je Pflegebedürftigen) würde der Aufwuchs der Zahl an Pflegebedürftigen zu einem relevant steigenden Personalbedarf der Einrichtungen und  Dienste führen. Der Personalbedarf der ambulanten Dienste würde von etwa 12.500 Personen im Jahr 2011 auf fast 21.000 Personen in 2030 steigen. Der Fachkräftebedarf in der stationären Versorgung würde in Brandenburg von gut 16.400 Beschäftigten im Jahr 2011 auf über 33.000 Beschäftigte in 2030 steigen."

Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie

 

Demografie - eine Ursache für den Fachkräftemangel in Krankenhäusern

"Die deutsche Bevölkerung wird immer älter: Bis 2030 soll sich der Anteil der über 80-Jährigen voraussichtlich verdoppeln. Denn die durchschnittliche Lebenserwartung wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Für das deutsche Gesundheitssystem stellt das eine deutliche Herausforderung dar. Denn schon jetzt leiden fast 80 Prozent der deutschen Krankenhäuser darunter, nicht genügend gut qualifizierte Fachkräfte im medizinischen Bereich zu finden. Tendenz steigend. So erwarten die Roland Berger-Experten in ihrer Studie über "Fachkräftemangel im Gesundheitswesen", dass der Fachkräftemangel bis 2015 auf ca. 15 Prozent steigen wird. Dies entspricht rund 175.000 Stellen im medizinischen und Pflegebereich, die unbesetzt bleiben könnten. "Kliniken und Krankenhäuser sollten sich auf diesen Trend schnell einstellen – sowohl mit dem passenden Leistungsangebot als auch mit entsprechenden Personalstrukturen, die die Ärzte administrativ entlasten", rät daher Zun-Gon Kim, Partner von Roland Berger Strategy Consultants."

Quelle: Fachkräftemangel im Gesundheitswesen (German only)

berger

"Das eigene Alter oder die Aussicht auf eine längere Lebensarbeitszeit spielen für die Pflegekräfte eine Rolle. Die Zukunft der Pflege liegt zunehmend in den Händen von älterem Pflegepersonal. Zusätzlich erschwert auf Seiten der Patienten [und Patientinnen] zunehmende Hochaltrigkeit, Demenz und Multimorbität die Pflegesituation. [...] Pflegekräfte sind großen psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt. [...] Viele Altenpflegekräfte sowie Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger beenden ihre Berufskarriere vorzeitig, weil sie mit den Arbeitsbedingungen unzufrieden sind. Solche Probleme werden zwar innerhalb der Teams wahrgenommen, doch es bleibt kaum Zeit, angemessen zu reagieren."

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (Hrsg.) (2009). Älter werden im Pflegeberuf, Hamburg, S. 6-7

Mehr Informationen zum Thema "Demografischer Wandel und Pflege" finden Sie bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)und im Themen-Dossier des Wissenschaftsjahres 2013.

Verlängerte Erwerbsphasen / Neueinstellung Älterer

Analyse: Altersübergangs-Report

"Die Neueinstellungen Älterer sind ein wichtiger Indikator, um den Arbeitsmarkt für Ältere zu beurteilen. Da sich die Erwerbsphasen verlängern, ist bei den Arbeitsuchenden – ob aus einer bestehenden Beschäftigung oder aus der Arbeitslosigkeit heraus – eine wachsende Zahl älterer Personen zu erwarten.

Der vorliegende Report analysiert die Neueinstellung von Älteren ab 55 bis 64 Jahren über einen Zeitraum von 1993 bis 2010.

Der Altersübergangsreport ist ein Gemeinschaftswerk der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf, dem Forschungsnetzwerk Alterssicherung und des Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ), Universität Duisburg-Essen."

 

Absolute Eintrittsraten nach Altersgruppen, 2010; Quelle: LIAB QM2 9310

 

Infos
Der kostenlose Report kann als PDF-Datei von den Internetseiten der Uni Duisburg heruntergeladen werden.

Quelle: LASA Brandenburg - BRANDaktuell Newsletter Ausgabe Nr. 15/2014 vom 15.08.2014

Links und weitere Informationen

Demografischer Wandel in Brandenburg

Der demografische Wandel löst einerseits Befürchtungen aus, andererseits sind vielen Menschen die Zusammenhänge mit den sich zwangsläufig ergebenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen nicht bewusst. Deshalb thematisiert die Landesregierung Ursachen, Folgen und Konsequenzen des demografischen Wandels.

Demografieportal des Bundes und der Länder

Mit dem Demografieportal setzt die Bundesregierung einen wichtigen Grundgedanken der Demografiestrategie um. Der demografische Wandel betrifft alle, seine erfolgreiche Gestaltung braucht alle: Bund, Länder, Kommunen, Sozialpartner, Verbände, Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Bürgerinnen und Bürger.

ddn - Demographie Netzwerk e.V.

Gegründet wurde ddn im März 2006 auf Initiative des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA). Die Mitglieder setzen sich aus Unternehmen aller Größenordnungen, aber auch Verbänden, Beratungsunternehmen, Wissenschaftseinrichtungen oder Kommunen zusammen.

ddn - Regionales Netzwerk Berlin-Brandenburg

Das Konzept ist ein offener flexibler Kreis von Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern, die gemeinsamen Zielen verpflichtet sind und die Bereitschaft zur gegenseitigen Unterstützung mitbringen.  Die grundsätzliche Arbeitsweise: von den anderen wissen, wo sie hin wollen, was sie bieten können / Erfahrungsaustausch / im Tagesgeschäft bilaterale Kooperationen bilden / gemeinsame Projekte und Aktivitäten initiieren. Ferner bestehen interessante Verbindungen in andere Netzwerke.

Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels

Das Rostocker Zentrum erforscht Ursachen und Konsequenzen des Demografischen Wandels in Deutschland und Europa. Es verbindet international renommierte Grundlagenforschung mit angewandter Interdisziplinarität. In Rostock wird demografisches, volkswirtschaftliches, soziologisches und statistisches Wissen zusammengeführt, um praxisnahe Forschung zum Demografischen Wandel voranzutreiben.

Lernende Verwaltung Spree-Neiße-Land

Die Anforderungen an die kommunalen Verwaltungen werden sich im Zuge des demografischen Wandels in den nächsten Jahren stark verändern. Die Beschäftigten der Verwaltung des Landkreises Spree-Neiße und der Stadt Forst stehen dabei vor enormen Herausforderungen. Einerseits sollen die mit der demografischen Entwicklung einhergehenden Veränderungen bewältigt und attraktive Lebens- und Arbeitsbedingungen geschaffen werden, andererseits sind die Mitarbeiter/-innen selbst den gesellschaftlichen Alterungsprozessen unterworfen.

Die Schwerpunkte des Projektes liegen auf der Ermittlung des Qualifizierungsbedarfes der Beschäftigten und darauf aufbauend der Entwicklung einer Weiterbildungskonzeption. Durch gezielte Weiterbildungen soll das Qualifikationsniveau der Mitarbeiter/innen, die Qualität, Effizienz und Bürgernähe der Verwaltungen erhöht werden, um die Herausforderungen der demografischen Entwicklungen besser bewältigen zu können.